Warum Gewerkschaft

Eine Frage, so überflüssig wie ein Kropf!

Wo wären wir heute ohne eine organisierte Interessenvertretung der Arbeitnehmer und Beamten? Nicht weit entfernt vom Sozialhilfeniveau und von den Zeiten der Kinderarbeit.

Die Arbeitgeber hätten - dankbar über so viel Entgegenkommen - ihren Schäfchen sämtliche Veränderungen am Arbeitsplatz per Dienstanweisung vorgeschrieben. Arbeitsplatzsicherheit, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Zulagen, Altersversorgung, Einkommensverbesserungen - alles Themen bei denen die Arbeitgeber heute wieder ans Eingemachte wollen. Alle soziale Errungenschaften, die in mühseliger Kleinarbeit bei Verhandlungen von den Gewerkschaften den Arbeitgebern abgenötigt wurden.
Von den Vorteilen haben alle Kolleginnen und Kollegen profitiert - organisierte wie nichtorganisierte, die konsequenten Beitragszahler und auch die Trittbrettfahrer.
Diejenigen, die ohne Beitrag in den Genuss der Vorteile gekommen sind, sollten sich überlegen, wo und wie sie arbeiten müßten ohne die Arbeit der Gewerkschaften.
Und wo sie eines Tages stehen werden, wenn die Gewerkschaften mit immer weniger Mitgliedern eines Tages da stehen, wo die Arbeitgeber sie am liebsten sehen würden - im Abseits.
Noch schreibt die komba schwarze Mitgliederzahlen. Aber bei anderen Gewerkschaften hat bereits eine bedrohliche Entwicklung eingesetzt, an der nur die Arbeitgeber Interesse haben können.

Wenn zwei sich streiten ...
Verschiedene Gewerkschaften, verschiedene Meinungen

Wenn zwei sich streiten freut sich der Arbeitgeber? Könnte man meinen. Ist aber nicht so!

Jede Sache hat zwei Seiten - und jede braucht ihr Sprachrohr. Das nehmen Politiker und Parteien, Kirchen und Verbände für sich in Anspruch. Das ist die Basis unser pluralischer Gesellschaft. Wenn zwei Meinungen konkurrieren, dann müssen beide mit größerem Ehrgeiz um die Sache ringen und mit besseren Argumenten werben.
Bei vielen Themen sind komba und andere Gewerkschaften der gleichen oder zumindest ähnlicher Meinung und ziehen an einem Strang im Sinne der Arbeitnehmer.

Die feinen Unterschiede

Aber es gibt feine Unterschiede. Die fangen zum Beispiel an bei der "Beamtenfrage".
komba steht ohne wenn und aber für den Erhalt des Berufsbeamtentums.
Seit Jahrzehnten hat sich das System als Stabilitätsfaktor für die Entwicklungen in Deutschland erwiesen. Die populistische Behauptung, Beamte seien teurer als Angestellte ist schlichtweg falsch.
Andere Gewerkschaften möchten das "Berufsbeamtentum" abschaffen oder zumindest auf einige Kernbereiche reduzieren. Sie sind der Meinung, dass nur in wenigen Verwaltungen Beamte notwendig seien. Die Antwort auf die Frage, wo denn der Vorteil sei, bleiben sie bis heute schuldig. Reformbedürftig ist der gesamte öffentliche Dienst, aber nicht dadurch, dass man Beamte einfach abschafft.

Arbeitszeitverkürzung führt zu Arbeitsverdichtung!

Ein weiterer Unterschied besteht zum Beispiel bei der Frage von Arbeitszeitverkürzung.
Eine Schaffung zusätzlicher Stellen im kommunalen Dienst durch Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit um mehrere Stunden hält komba für unrealistisch.
Die Konsequenz einer drastisch verkürzten Arbeitszeit wären entsprechend hohe Einkommenseinbußen. Aber die Mehrzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst gehört zu den unteren und mittleren Einkommensgruppen, die weitere Kürzungen ihrer schmalen Gehälter nicht verkraften können. Im Gegenteil muß der kommunale Dienst wieder an die allgemeine Einkommensentwicklung gekoppelt werden. Entscheidend für die Einschätzung der komba-Gewerkschaft sind die schlechten Erfahrungen mit Arbeitszeitverkürzung Ende der 80er Jahre. Schon damals wurden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen. Allerdings sieht komba in der Flexibilisierung der Arbeitszeit eine geeignete Maßnahme zur Beschäftigungssicherung im öffentlichen Dienst.


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